Sonntag, 20. Dezember 200924-Stunden-Armbanduhr
Vor ein paar Monaten hatte ich das erste Mal seit Jahren das Gefühl, eine Armbanduhr tragen zu müssen. Weil das Handy doch zu viel Aufmerksamkeit von mir haben wollte. Jedenfalls sah ich folgende Uhr und kaufte sie mir dann erstaunlich spontan:
Zu Anfang ist es etwas verwirrend, wenn man die Zeit ablesen will. Auch ist man sich dann manchmal bei 12-Stunden-Uhren ohne Zahlen nicht mehr ganz sicher. Schön ist, dass man eher ein Gefühl dafür entwickelt, in welchem Viertel des Tages man gerade ist. Nicht so gut an der Uhr ist, dass die Zeiger spiegeln, so dass sie über dem silbrigen Zifferblatt keinen guten optischen Kontrast haben. Ich suche daher noch jemanden, der mir die Uhr aufschraubt, damit ich die Zeiger schwarz anmalen kann. Auch nicht gut ist, dass der Stundenzeiger so kurz ist -- es braucht schon Übung, die Stunde sicher abzulesen. Auf dem Foto sieht das Zifferblatt rot aus, es ist aber silbrig. Nur die mikroskopischen Minutenzahlen sind tatsächlich rot. Donnerstag, 28. Mai 2009Bausatz "Mechanische Pendeluhr" -- und Vorschläge für die Beschäftigung damit
Bei Pearl gibt es derzeit einen Bausatz für eine mechanische Tisch-Pendeluhr. Das gute Stück kostet nur 2,90 EUR (3,90?), ist technisch auf jeden Fall interessant, aber enthält leider nur eine sehr magere Anleitung.
Heute habe ich endlich einmal einige Berechnungen angestellt, um die Funktionsweise der Uhr wirklich zu verstehen. Damit auch andere etwas davon haben, habe ich die Aufgaben und meine Lösungen zu einem PDF zusammengefasst, das sich jeder runterladen kann: MyFirstClock_AufgabenVorschlaege.pdf. ![]() Wer sich an den von mir vorgeschlagenen Aufgaben versuchen will, der sollte erstmal nicht weiter als Seite 2 lesen. Denn ab Seite 3 kommen die Lösungen, oder das, was ich dafür halte... Viel Spaß damit! Sonntag, 9. November 2008Wie geomappe ich die Welt für Openstreetmap
Wenn Du dich schonmal gefragt hast, wie das mit Openstreetmap geht, wie man eigentlich seine eigene Straße da noch reinbekommt, oder einfach nur, wie man diese blöde BT-GPS-Maus sinnvoll untergebracht bekommt, so dass man die Hände wieder frei hat, dann enthält dieser kleine Artikel hoffentlich ein paar brauchbare Hinweise für dich. So, Luft (und Kaffee) holen, und dann weiter.
Oben gezeigter Link zu Openstreetmap zeigt einen Ausschnitt der Openstreetmap-Karte von Siegen (NRW) -- hier und in der näheren Umgebung ist mein Haupteinsatzgebiet. Das habe ich mir so ausgesucht -- die Mitarbeit ist freiwillig, und man bekommt eine Straßenkarte, eine Fahrradkarte, Muskeln in den Beinen und das tolle Gefühl, an einer wirklich tollen Sache mitzuarbeiten. Warum bei Openstreetmap mitmachen?Sagen wir ich will wandern oder den Standwort meiner Firma mit einer kleinen Landkarte auf einer Webseite verdeutlichen und weiß, dass das Land finanziert durch unsere Steuergelder Karten hat anfertigen lassen. Dann müsste ich doch eigentlich die Karten einfach so verwenden können. Pustekuchen! Wer eine Landkarte kopiert und ins Internet stellt, etwa um eine Wanderroute zu zeigen, oder die Anfahrt zur eigenen Firma, der kann schnell teurere Probleme bekommen. Und wenn man auch nur etwas wandern will muss man im Laden eine Landkarte kaufen -- ein wenig Papier, das dann gleich unerwartet viele Euro kostet. Und das, wo wir die Sammlung der Daten doch schon bezahlt hatten!? Das passt mir nicht. Jetzt könnte man sagen, mit den Google-Maps hätten wir doch schon eine kostenlose Karte. Aber was heißt kostenlos -- und warum macht Google das? Erstens legt Google den Content der Kartenansicht. Ich habe keinen Einfluss darauf, was Google zeigt. Google kann also auch Werbung drauf packen, oder auch sonst auswählen, was ich sehen soll. Und ich glaube die könenn auch das Userverhalten in der Map tracken. Außerdem ist die kostenlose Karte eine prima Gelegenheit, die Google-Cookies aufzufrischen. Cookies werden bei jedem Zugriff auf eine Google-Url zu Google gesendet, dort verarbeitet, ggf. angepasst, und in der Antwort wieder an den Browser gesendet und lokal gespeichert. Die ganzen Google-Cookies werden ja angeblich nach soundsoviel Monaten gelöscht -- das aber nur, wenn Sie zwischenzeitlich nicht aufgefrischt wurden -- und das werden sie durch jeden Zugriff auf jedweden kostnelosen Google-Service. Kostenlos ist schön, aber ich bin versucht angesichts von Googlepraktiken von Kosten für die Freiheit zu sprechen. Ich denke Google geht es nichts an, wer ich bin, für welche Gebiete ich mich interessiere -- und das ggf. verbunden mit Daten darüber, wieviel Geld ich für wasweißich ausgebe. Da kommt Openstreetmap (OSM) ins Spiel -- eine kostenlose Karte für alle. Wir sammeln Daten, bereichern damit die globale Karte, und profitieren, in dem wir uns einen kostenlosen und sehr detaillierten Stadtplan ausdrucken können, ohne dass jemand unsere Mausbewegungen mitprotokolliert oder uns zwingt, eine Landkarte für teuer Geld ein zweites Mal zu kaufen. Oder wir drucken uns spontan eine Wanderkarte von da aus, wo das Familientreffen stattfindet. Kostenlos. Frei. Einfach so. Ich finde das toll. Und es wird noch besser, wenn irgendwann auch Routing möglich ist. Es bleibt also spannend. Für das Sammeln der Daten gibt es verschiedene Ansätze -- so kann man teilweise auf Satellitenbilder zugreifen, etwa um Bewuchs- und Siedlungsgrenzen zu kartografieren. Die meiste Arbeit aber wird man mit irgendeiner Art von GPS-Empfänger draußen im Freien vollbringen. Im Folgenden will ich verschiedene Gerätekonstellationen mit meiner generellen Einschätzung bzgl. Nutzbarkeit vorstellen, und danach näher auf meine eigene Vorgehensweise mit BT-Maus und Handy eingehen. BT-Maus und HandyPositiv:- Geräte auch für Kfz-Navigation einsetzbar. - BT-Maus auch mit anderen Handys nutzbar. - Fotoapparat vom Handy nutzbar -- man kann sich nicht an jedes Schild und jede Abzweigung erinnern. - Kostenloses Software erhältlich, von Mappern für Mapper geschrieben. - Kann auch Audio und Video aufnehmen. Negativ:- Akkustand schwer zu überwachen (zwei Geräte, das eine mit nur 3 LED). - Akkudauer der BT-Maus nicht abschätzbar. - BT-Maus oft nicht konfigurierbar, Problem "static navigation". - Akkus kaum austauschbar -- wenn der Akku der BT-Maus oder des Handys im Wald leer ist, dann hat man ein Problem. - Nicht gegen Nässe geschützt. GPS-HandheldPositiv:- All-in-one-Lösung für die GPS-Daten, - Fotos müssen mit zusätzlicher Digital-Kamera gemacht werden, - Akkustand gut zu überwachen, - Lange Akkulaufzeit, - Akkus in-the-wild austauschbar, meist Standard-Akkus (AA), - Geschützt gegen Nässe, Negativ:- Keine Kamera integriert, - Software erfüllt nur Standard-Anforderungen, keine Wahl möglich, - Zubehör oft schlecht: keine Karte dabei, keine Speicherkarte, - Kfz-Routing nur in wenigen Geräten möglich, keinesfalls so keistungsfähig wie mit Handy, - Veraltete Geräte rücken die Daten ungern raus (propietäre Schnittstellen). - Bei Eingabe von Texten wie Straßennamen seeehr unhandlich. Geomapping mit BT-Maus und HandyIch fahre gerne mit meinem MTB durch die Gegend und geomappe dabei die Straßen und Waldwege der Gegend hier. Da ich mit dem MTB unterwegs bin brauche ich eine technische Lösung, bei der ich die Hände fürs Lenken frei habe. Meine KlickTel-GPS-Maus (von der ich nicht weiß, ob sie static-navigation macht oder nicht) bietet keine Möglichkeit, einen Bindfaden zu befestigen oä. Sehr unpraktisch. Daher bin ich vor kurzem endlich auf folgende Befestigungsidee mit einem alten Frühstücksbrettchen und zwei Gummibändern gekommen, mit der ich den GPS-Empfänger in der Klappe meines Rucksacks solide unterbringen kann. Wenn ich den Rucksack auf dem MTB trage, dann zeigt die Antenne des GPS-Empfängers recht genau senkrecht nach oben:Das stecke ich dann in die Deckeltasche des Rucksacks, den ich auf dem MTB ja vornübergebeugt trage: Das Handy stecke ich meist lose in eine der Seitentaschen des Rucksacks, um es für das Anfertigen von Fotos schnell hervorholen zu können. Ärgerlich ist dabei, dass ich dafür jedes Mal anhalten muss. Daher denke ich momentan darüber nach, mit dem Handy ein Video der ganzen Tour zu "drehen" - aber ich muss mal sehen, ob das dann auch beim Eingeben der Tracks praktikabel ist. Immerhin könnte man Audio mit aufzeichnen (Straßennamen während der Fahrt sprechen). Das muss ich mal ausprobieren. Eine andere sicherlich gute Idee ist, direkt nach Start des Tracks eine Funkuhr oder zumindest eine Uhr mit Sekundenzeiger zu fotografieren, von der man weiß, wie falsch sie geht (Gedankennotiz: Funkarmbanduhr kaufen, Armband abschneiden, in Rucksack stecken). Nur so kann man nachträglich im JOSM den Zeitoffset der Fotos korrekt einstellen. Das Sammeln der Daten übernimmt bei mir momentan wahlweise eines der folgenden MIDP/S60-Programme: Mobile Trail Explorer- Version von August 2008 - Zickt, wenn das Zielverzeichnis für die GPX-Files nicht existiert, vergisst dann einfach den GPX-Export. Man kann dann aber das normale Tracklog nehmen und extern nach GPX konvertieren. - Zickt wenn man mehrere Tracks am gleichen Tag aufnehmen will. Programm neu starten geht, aber das ist lästig. - Kann via GPRS/UMTS Karten holen und anzeigen -- ist dabei nur extremst träge = sehr ärgerlich. - In Zukunft wird das sicher ein tolles Tool fürs geomappen. Url: http://www.substanceofcode.com/software/mobile-trail-explorer/ Nokia SportsTracker- Kostenlose Software von Nokia - Kann Tracks nach GPX exportieren (teilweise umtändlich, aber solide) - Zeigt Höhenprofil und andere gute Ansichten, auch nachträglich für gespeicherte Tracks. - Verstreut sehr sehr viele Brotkrumen - Grundsolide und schnell (native S60-Applikation) Manchmal erzeugt der SportsTracker erstaunlich runde Brotkurmenspuren. Dies macht mich misstrauisch (Stichwort static-navigation). TrekBuddy- Version von August 2008 - Gut: Legt notwendige Verzeichnisse bei erstem Programmstart an - Vertreut zu wenige Brotkrumen. Nicht einstellbar - Kann Maps einbinden, deren Tiles man vorher auf dem PC erstellt hat! Siehe http://wiki.trekbuddy.net/index.php/Googleak_fuer_Einsteiger - Mein Favorit! Url: http://wiki.trekbuddy.net/index.php/Main_Page Daten ins OSM einarbeitenIch setze auf JOSM, um die Geomappingdaten ins Openstreetmap einzuarbeiten. Dazu benötigt man natürlich noch einen Account für Openstreetmap. Unschön ist, dass JOSM die Logindaten unverschlüsselt durch die Leitung schickt. Ansonsten ist es aber ein solides modulares Programm, das GPX-Files einlesen und sogar mit Fotos und Audioaufzeichnungen verknüpfen kann. Für mich ist es das fast perfekte Programm! (Nicht perfekt ist, dass bei der Linuxversion das Einpasten der Url des Openstreetmap-Ausschnitts den Inhalt des Clipboards verändert. Sehr ärgerlich)Infos zu JOSM (mit Bildern) findet man auf der Projektwebseite: http://wiki.openstreetmap.org/index.php/JOSM", die aktuelleste Version des Java-Programms auf http://josm.openstreetmap.de/. Die hochgeladenen Änderungen kann man oft schon nach wenigen Stunden auf http://www.informationfreeway.org einsehen. Auf www.openstreetmap.org kann es schonmal einen Tag dauern. Eigenen Mapserver aufsetzenAktuell setzen wir einen eigenen experimentellen Mapserver auf. Alle Tools für das Erzeugen von Mapnik-Tiles findet man im Web. Eine Webbrowseranwendung (SlippyMap) findet mit openlayers.org. Erste Infos zur Verwendung als Webseite findet man auf http://wiki.openstreetmap.org/index.php/DE:OpenLayers_Simple_Example.Dieser Schritt eröffnet dann alle Möglichkeiten, die Kartendarstellung an eigene Vorstellungen anzupassen, oder um eigene POIs und Tracks anzuzeigen.
Wie geomappe ich die Welt für ... Geschrieben von tapo
in Technik um
09:31
Kommentare (0) Trackbacks (0) Sonntag, 30. März 2008Taschenmesser an Schnur
Wenn ich mein Multifunktionstaschenmesser in meinen Rucksack stecke, dann will ich es mit einem Griff wieder herausziehen können. Das ist kein Problem mit einer Schnur und einem geeigneten Knoten, wird aber schwieriger, wenn der kleine Schlüsselring weg ist oder wegen zu scharfer Kanten ausgesondert wurde.
Für mein Victorinox Compact habe ich folgende Lösung gefunden, bei der das Messer durch die Umrundung des Flaschenöffners auch im Gebrauch noch durch die Schnur gesichert ist. Für den Knoten bietet sich jede schnurgeeignete Zuzieh-Schlaufe an, oder der hier nicht verwendete Midshipmannstek (meine Schnur ist zu glatt). Samstag, 29. März 2008Nokia 1200 Screens
Heute stelle ich euch mein neues Billighandy vor. Gekauft habe ich es als O2-Homezone-Handy für daheim, das die allermeiste Zeit die Wohnung nicht verlässt. Es muss also nicht viel können. Wichtig waren nur eine lange Akkulaufzeit, Kalenderfunktion (klingelt wenn die Wäsche fertig ist), schnelle Reaktion auf Tastendrücke und ein niedriger Preis.
Der örtliche Saturn bot das Nokia 1200 für gute 29 EUR an, und nach zweimaligem drumherum-Schleichen trug ich es dann zur Kasse. (Klick vergrößert das Bild. Am besten in neuem Fenster öffnen.) Die erste Reihe zeigt primär die Größe des Handys. Außerdem sieht man hier NICHT das übliche O2-Homezone-Häuschen -- das Handy kann es nicht anzeigen (=Mangel). Das Handy ist ansonsten sehr leicht, das Gehäuse wirkt einerseits stabil, gleichzeitig aber auch sehr billig (Gehäuseteile passen nicht perfekt aneinander). Der Akku hält bei uns mindestens eine Woche. Die zweite und dritte Reihe (kleine Screens) zeigt alle Punkte des Hauptmenüs. Man kann die Punkte NICHT über die Zifferntasten direkt anspringen. Es gibt allerdings ein Favoriten-Menü, in das man Programme eintragen kann. Die letzten beiden Screens zeigen das einfache Telefonbuch: Jeder Eintrag hat eine Nummer, einen Namen und nach Wunsch zusätzlich ein albernes Symbol (Gesichter, Auto, ...). Die nun folgenden großen Bilder zeigen zuerst die praktische LED-Taschenlampe, die man durch zweimal nach-oben-Klicken (Nav-Kreuz) aktivieren kann. Das Handbuch verschweigt diesen Shortcut und nennt nur einen langen Weg durchs Menü. Warum? Alle dann folgenden Bilder zeigen den Kalender mit einem Termin morgen (fett), dem Kalender-Menü und dem Termineintrag. Jeder Eintrag besteht aus Text, Datum, Uhrzeit und wahlweise einem Alarm, der zeitlich nicht abweichen kann. Wie man auch sehen kann ist das Display bei Tageslicht auch ohne Beleuchtung sehr gut ablesbar. Die Menüs des Handys zeigen teilweise mit einer Ziffer die Nummer des Menüpunkts an, jedoch kann man generell nicht per Zifferneingabe einen der Menüpunkte aktivieren. Sehr sehr unpraktisch. Ich gehe davon aus, dass die Direktsprungfunktion nachträglich gesperrt wurde, als das Handy auf billig getrimmt wurde. Hier noch ein "Nachtfoto", das die überaus seltsame Tastaturbeleuchtung zeigt: Wenn man drauf schaut kommt es einem vor, als bestehe die Tastatur aus einem 5mm dicken transparenten und festen Gel. Das gehört zu diesen Punkten, bei denen ich das Gefühl habe, dass die Designer das fertige Gerät nie ausprobiert haben... Sonntag, 13. Januar 2008Motorroller mit drei Rädern?
Heute morgen sah ich eine Art Motorroller, der vorne zwei Räder nebeneinander hatte. Die Vorderräder hatten einen Abstand von ca. 30-40 cm. Leider fuhr er gerade los, als ich endlich meine Kamera gefunden hatte:
Wenn man genau hinschaut, dann erkennt man, dass hinter dem vorderen Rad noch eines sein muss. Die Technik, die hinter zwei Rädern vorne und dem Verhalten der Räder beim Fahren von Kurven steckt, ist schon krass: Viamichelin: Dreiradroller von Piaggio, Piaggio MP3. Wenn jemand einen Tipp hat, wie man die Bewegungsunschärfe aus dem Bild herausgerechnet bekommt: her damit! |
Kalender
SucheKategorienBlog abonnierenVerwaltung des Blogs |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Powered by s9y - Design by Lordcoffee